Digitaler Dialog zum Thema Corona, Schutzmaßnahmen und Impfung mit dem heimischen EU-Parlamentarier und Arzt Dr. Peter Liese und dem Intensivmediziner und Oberarzt der COVID-Intensivstation an der Uni-Klinik Düsseldorf PD Dr. Timo Brandenburger


In den letzten Wochen ist die Zahl der Corona-Infizierten und leider auch der Patienten auf den Intensivstationen dramatisch angestiegen. Intensivmediziner halten drastische Einschränkungen zum Schutz vor einer Überlastung des Gesundheitswesens für notwendig, weshalb Bund und Länder nun reagiert haben. Viele Menschen haben sich bereits impfen lassen und warten jetzt dringend auf ihre Booster-Impfung. Aber es gibt auch einen nicht kleinen Teil der Bevölkerung, der die Corona-Maßnahmen für übertrieben oder unnötig hält und wiederum einen teilweise deckungsgleichen Teil, der die Impfung ablehnt oder sich zu mindestens Sorgen macht. Der gesundheitspolitischen Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. Peter Liese wirbt für strenge Schutzmaßnahmen und eine Impfung als einzig langfristige Lösung. Obwohl er von dieser Position überzeugt ist, möchte er auch mit Kritikern ins Gespräch kommen und bietet deshalb eine online Veranstaltung unter dem Titel „Raus aus der Blase – Dialog zum Thema Corona, Schutzmaßnahmen und Impfung“ an.

An der Veranstaltung nimmt auch der gebürtige Siegerländer PD Dr. Timo Brandenburger, Intensivmediziner und Oberarzt der COVID-Intensivstation an der Uni-Klinik Düsseldorf, teil.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Menschen,

- die von der Gefahr durch Corona und von der Impfung überzeugt sind, aber im Bekanntenkreis viele Zweifler kennen,

- die sich unsicher sind und noch mehr Informationen brauchen, und die,

- die Maßnahmen für übertrieben halten und die Impfung für gefährlich, aber auch darüber ins Gespräch kommen wollen.


Der digitale Dialog zum Thema „Corona, Schutzmaßnahmen und Impfung“ findet am Freitag, 10.12.2021 um 18.00 Uhr statt. Anmeldung per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Vor allem Kinder mit erhöhtem Risiko jetzt schnell impfen


Die Europäische Kommission hat nach Gesprächen mit der Firma BioNTech mitgeteilt, dass die Lieferung der speziellen Dosen des Impfstoffs für Kinder in die Europäische Union vorgezogen werden. Schon in diesem Jahr können dreizehn Millionen Dosen in der Europäischen Union ausgeliefert werden. Ab Januar gibt es dann pro Monat zwanzig Millionen Dosen.

„Eine Impfung ist besonders für Kinder die im Falle einer Infektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben, wie Kinder mit Down-Syndrom, Herzfehlern oder einer Lungenerkrankung, wichtig. Deswegen freue mich sehr über diese gute Nachricht. Es ist jetzt extrem wichtig die richtigen Prioritäten zu setzen. Eine Impfung von Kindern ohne erhöhtes Risiko, sollten nach Rücksprache mit den Eltern und soweit es möglich ist, den Kindern selber, möglich sein. Aber Priorität müssen Kinder mit Vorerkrankungen haben“, so der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. med. Peter Liese.

Ungeimpfte sind der größte Teil des Problems und deshalb braucht es hier harte Maßnahmen aber bei Großveranstaltungen wegen nachlassender Impfwirkung auch Einschränkungen für Geimpfte notwendig / Boostern und Impfen ist das Gebot der Stunde

„Diese Maßnahmen sind schmerzlich aber aus meiner Sicht dringend notwendig. Intensivmediziner berichten von dramatischen Situationen auf ihren Stationen und wir müssen dringend das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bringen. Ungeimpfte Erwachsene machen nur 20 Prozent der Bevölkerung aus, bilden aber zwei Drittel der Patienten auf den Intensivstationen ab. Deswegen ist es absolut richtig sich hier auf diese Maßnahmen zu konzentrieren. Bei sehr großen Veranstaltungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, sind aber auch Kontaktreduktionen für Geimpfte unbedingt erforderlich. Das Gebot der Stunde lautet jetzt Impfen. Jeder der noch zweifelt sollte sich impfen lassen. Auf keinen Fall sollte man auf irgendwelche neuen Impfstoffe warten. Akute Gefahr besteht jetzt und die bereits zugelassenen Impfstoffe sind gut erprob. Wahrscheinlich helfen sie auch gegen Omikron und ein angepasster Impfstoff wird erst in einigen Monaten zur Verfügung stehen. Insbesondere Menschen über 60, aber auch wenn möglich alle darunter, sollten sich nach fünf bis sechs Monaten boostern lassen“, so der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokarten), Dr. Peter Liese.

Dieses Urteil wird schon kurzfristig Menschenleben retten

Jetzt gezielt Maßnahmen bei Ungeimpften durchsetzen / Ungeimpfte Erwachsene machen nur 20 % der Bevölkerung aus, verursachen aber fast zwei Drittel des Problems auf den Intensivstationen

„Dieses Urteil kann schon in den nächsten Wochen Menschenleben retten“, so kommentierte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. med. Peter Liese die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Bundesnotbremse. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag im Grundsatz erklärt, dass Maßnahmen zur Einschränkung des Corona-Virus, wie sie im Frühjahr vom Bundestag beschlossen wurden, mit dem Grundgesetz im Einklang stehen.

„Ich bin sehr froh über dieses Urteil. Endlich haben wir Klarheit und diejenigen, die immer über verfassungswidrige Grundrechtseinschränkungen fabulieren, sind vom höchsten deutschen Gericht Lügen gestraft worden. Ich hoffe, dass jetzt auch schnell die richtigen Konsequenzen gezogen werden, denn die Belastung der Intensivstationen ist zurzeit ähnlich hoch, als der Bundestag die Bundesnotbremse in Kraft gesetzt hat. Die Maßnahmen, die wir jetzt zusätzlich brauchen, sollten sich vor allem auf Ungeimpfte beziehen. Zwar können auch geimpfte Menschen das Virus übertagen und schwer erkranken, dies ist aber vergleichsweise selten.